Nachruf - Wochenende

Bei dem herrlichen Wetter nahm ich mir kurzerhand Freitag und Montag frei, um die Zeit zu nutzen..

Also, vor längerer Zeit stieß ich im Internet über Fotos von "überdimensionalen" Gerichten und wie sich heraus stellte, ergab sich die Möglichkeit bei dem betreffenden Restaurant vorbei zu schauen.


Central Pub, Erlanger Str. 6 / 91074 Herzogenaurach

Mit leeren Magen fiel schnell meine Wahl des Vertrauens auf Schnitzel mit Spiegelei und Käse. Als Beilage standen leider keine Bratkartoffeln zur Auswahl, somit hielten Pommes Frites stellvertretend her.
Blieb nur die Speisegröße offen: "Normal, Groß oder Jumbo!? - Natürlich, Jumbo!"
Ein abschließender Blick auf die Preistabelle suggerierte mir die Preisstaffelung von 6,50€ über 8,00€ zu 10,00€. Ein durchaus angemessener Preis bei der Portion!
Nach einer guten drei viertel Stunde harten Kampfes kapitulierte ich schließlich bei ca. 80% vertilgter Fläche. Der Gegner war einfach eine Nummer zu groß! (bis zum nächsten mal)

* kleine Anekdote am Rande:
Frag niemals Einheimische nach den Weg, denn sie wissen ihn nicht!
Man muss in Deutschland mittlerweile eher Englisch sprechen, da uns nach drei vergeblichen Versuchen schließlich zwei Briten auf die richtige Fährte brachten!
--

Wohl erholt ging es am Abend auf nach Erlangen in den Paisley Park, wohin es die lokale Partymeute zu den "Tune Brothers" gezogen hatte getrieben hatte.
Also, zu später Stunde ins Auto gehüpft und los gedüst. Auf dem Parkplatz angekommen, kam es zur einer kurzen Konversation mit einer netten ca. 20 jährigen Blondine..

Ich: "Entschuldigung, kannst du uns sagen, wohin es zum Paisley Park geht?"
Sie: "Ja na natürlich, einfach die Straße runter und dann gleich rechts. Kann man gar nicht übersehen."
Ich: "Hey, danke. Werden wir schon irgendwie finden."
Sie: "Die spielen aber heute House!"

Ihre abschließende Bemerkung hätte ich nur zu gerne als Mitschnitt! Der abwertende Unterton verpackt in einer gut gemeinten Warnung, einfach zu köstlich. Für die Frau wahrscheinlich schwer vorstellbar, dass man extra wegen dieser elektronischen Tanzmusik den Weg auf sich nimmt. Trotz alle dem hat sie das Genre wenigsten einigermaßen korrekt genannt und nicht wie viele Gleichgesinnte alles unter dem Unwort "Schranz" zusammengekehrt!!



10 Minuten später standen wir auch schon im Club, umgeben von etlichen Abiturienten, die ihren Abiball ordentlich ausklingen liesen. Die Raumtemperatur stieg steil Richtung gefühlte 50°C und der Schweiß lief nur so. An dieser Stelle kommt ein grundlegendes Naturgesetz zum Tragen, Frauen schwitzen niemals in einen Club/Disco! Mann braucht nur leicht mit den Fuß wippen, Frau kann selbst eine Daunenjacke mit Handschuhen und Mütze tragen (und dabei noch sexy aussehen).
Nach Abkühlung suchend flüchteten wir vor den Eingang und verschnauften eine Runde. Kurzerhand kamen wir in ein Gespräch mit einer jungen Studentin.. Sie hielt uns erstmal für Hauptschüler. Ja ne, ist klar! Sie, kroatischer Abstammung aufgewachsen in D, konnte gar nicht verstehen, warum wir extra ins Paisley fahren. Sie vertrat nur die Meinung "Deutschland ist doch Mist!". Daraufhin drang sich natürlich die Frage auf: "Was Sie bisher von D gesehen hat?". Nicht anders zu erwarten besteht D nur aus Bayern für Sie! An der Stelle war für mich die Diskussion erledigt und ich warf einen Blick nach den "Tune Brothers". Die Hitze war mittlerweile durch das Öffnen der Zwischentür erheblich gesunken!
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